Künstliche Intelligenz ist im deutschen Mittelstand angekommen, aber längst nicht ausgeschöpft. Viele Unternehmen experimentieren mit Copilots, Chatbots oder Automatisierung, doch die zentrale Frage bleibt: Wie wird aus einzelnen KI-Projekten ein echter Produktivitäts- und Wachstumstreiber?
Genau hier setzt die Studie „Die Zukunftsmacher – Mit KI effizienter, leistungsfähiger und wachstumsstärker“ an. Sie fragt systematisch: Wie kann KI Effizienz, Leistungsfähigkeit und Wachstum im Mittelstand steigern und was machen die Vorreiter konkret anders?
Die Studie ist die 5. Ausgabe der Reihe „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ und baut auf einem Jahrzehnt Forschung zu Digitalisierung, Resilienz und Nachhaltigkeit in Familienunternehmen und Hidden Champions auf. Im Fokus stehen diesmal nicht mehr nur „digitale“ Erfolgsrezepte, sondern die KI-Transformation als Verstärker: KI wird nicht als Add-on verstanden, sondern als Gamechanger in der Wertschöpfung.
Die Zukunftsmacher: 55 Tiefeninterviews mit Geschäftsführern, CDOs, Heads of Data & AI und Digitalverantwortlichen führender Familienunternehmen, Weltmarktführer und Hidden Champions zeigen auf, wie diese Vorreiter bereits jetzt die Zukunft mit KI gestalten. Die Interviews wurden entlang von fünf Themenfeldern ausgewertet: von Wachstum & Resilienz über Reifegrad und Performance bis hin zu laufenden KI-Programmen und Lessons Learned.
Für STI-Consulting ist diese Studie ein doppelter Anknüpfungspunkt: Zum einen, weil Stefan Meyer-Spickenagel das Studienkonzept und das Lektorat mitverantwortet hat. Zum anderen, weil viele Erkenntnisse eins zu eins in das einfließen, was wir tagtäglich mit Kunden umsetzen: vom ersten KI-Use-Case bis zur „AI-infused Company“, in der KI tief in Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle integriert ist, ohne den Menschen aus dem Zentrum zu verdrängen.
Warum die Zukunftsmacher-Studie für den Mittelstand jetzt so wichtig ist
Deutschland hat ein Produktivitätsproblem: Die Wertschöpfung pro Kopf wächst seit Jahren nur noch im Schneckentempo und ist in den letzten fünf Jahren nahezu zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig altert die Bevölkerung, Fachkräfte fehlen, Transformationsprojekte konkurrieren um knappe Budgets. Viele Mittelständler spüren: „Weiter so“ reicht nicht mehr. Die Zukunftsmacher-Studie setzt genau an diesem Punkt an. Sie zeigt, dass KI für den Mittelstand zur realen Antwort auf das Produktivitätsthema werden kann, wenn sie nicht als isoliertes IT-Projekt gedacht wird, sondern als Teil einer breiteren Transformationsarchitektur. KI übernimmt Routinetätigkeiten, beschleunigt Prozesse und macht Wissen zugänglich, sodass Mitarbeitende sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren können.
Besonders relevant: Die Studie widerlegt das oft beschworene „KI-Biedermeier“. In den befragten Unternehmen ist KI weder Gimmick noch Strohfeuer, sondern rückt ins Zentrum strategischer Diskussionen. Die Frage lautet dort nicht mehr, ob man KI nutzt, sondern wie schnell und mit welchem Mehrwert.
Ein paar Kennzahlen machen die Tragweite deutlich:
- Rund jeder fünfte Digitalisierungs-Euro fließt bereits in KI-Projekte.
- 64 % der Unternehmen berichten von messbaren Effizienzgewinnen, in Einzelfällen bis zu 80 %, insbesondere im Front Office durch Copilots, Chatbots und Automatisierung.
- Im Schnitt erzielen die Zukunftsmacher 22 % Produktivitätssteigerung durch KI, mit Perspektive auf rund 31 % Wertbeitrag bis 2028, gemessen entlang Effizienz, Leistungsfähigkeit und Wachstum.

Damit wird die Studie zu mehr als einer Momentaufnahme: Sie ist Standortbestimmung und Blaupause gleichermaßen. Sie zeigt, wie Unternehmen in fünf Dimensionen denken müssen – von Reifegrad über Programme bis zu Lessons Learned. Sie beschreibt konkrete Transformationspfade vom „Smart Starter“ bis zum „Smart Enterprise“, die anderen Mittelständlern als Orientierung dienen können.
Für Geschäftsführungen, CDOs und Bereichsleiter im Mittelstand ist die Studie deshalb wichtig, weil sie drei Fragen beantwortet, die in jeder strategischen Diskussion rund um KI auftreten:
- Wo stehen wir, im Vergleich zu anderen Mittelständlern, wirklich?
- Welche Art von KI-Programmen zahlt nachweislich auf Effizienz, Leistungsfähigkeit und Wachstum ein? Und welche bleiben im Piloten stecken?
- Welche Erfolgsfaktoren und Stolperfallen entscheiden darüber, ob KI zum Produktivitätsmotor oder zur teuren Spielerei wird?
Diese Fragen greifen wir in diesem Blog auf und übersetzen sie in einen konkreten Fahrplan, wie Sie die Erkenntnisse der Zukunftsmacher-Studie für sich und Ihr eigenes Unternehmen nutzen können.
Wo steht der Mittelstand heute? Reifegrad & das „Maturity Gap“
Betrachtet man den digitalen Reifegrad des deutschen Mittelstands, zeigt sich ein klares Bild: in Bereich Digitalisierung ist der deutsche Mittelstand deutlich weiter fortgeschritten als beim Einsatz von KI. Die Studienreihe „Digitale Vorreiter“ zeigt über die Zeitachse 2017–2025, dass sich Digitalisierung von ersten Einzelprojekten hin zu einer Art „Betriebsroutine“ entwickelt hat, mit etablierten Plattformen, Prozessen und Rollen. KI folgt diesem Pfad, liegt im Reifegrad aber noch eine Stufe darunter, allerdings mit einer klaren Aufwärtsbewegung. Zwischen digitaler Reife und KI-Reife klafft ein „Maturity Gap“. Viele Unternehmen bezeichnen sich selbst als digital erfahren (rund 80 % sehen sich als „digital gereift“), doch bei der Einschätzung zum KI-Reifegrad sind sie deutlich verhaltener. Zwar nutzen bereits knapp die Hälfte der Unternehmen den „Entdecker-Modus“, um erste KI-Programme aufzusetzen, doch der durchschnittliche KI-Reifegrad bleibt unter dem digitalen Niveau.

Wichtig ist: Die Studie bewertet diese Lücke ausdrücklich nicht als Defizit, sondern als gesundes Muster. KI baut auf dem auf, was in den letzten Jahren digital geschaffen wurde: auf Datenqualität, Plattformen und einer Kultur, die Veränderungen zulässt. Wo diese Basis steht, wirkt KI als Beschleuniger: Prozesse lassen sich schneller automatisieren, Use Cases lassen sich breiter ausrollen, Innovationen kommen schneller in den Markt. Das Maturity Gap ist damit weniger „Fehler“, sondern eher Wertschöpfungs-Backlog, der sich in den nächsten Jahren heben lässt.
Um dieses Bild greifbar zu machen, arbeitet die Studie mit einem erweiterten Digital Maturity Model 2.0 mit KI-Update. Neun Dimensionen spielen dabei zusammen:
- Strategie
- Führung
- Steuerung / Governance
- Customer Experience
- Produkte & Services
- Geschäftsprozesse
- Kultur
- Mitarbeitende
- Daten & Technologie
Über alle Dimensionen hinweg ist der Reifegrad im Schnitt „mittelmäßig“ – also weit entfernt von „Anfängerstadium“, aber auch noch nicht auf einem durchgängig professionellen KI-Niveau. Interessant sind die folgenden Spannungen:
- In vielen Unternehmen ist KI bereits klar als strategische Priorität definiert, eingebettet in die Gesamtstrategie.
- Gleichzeitig kämpfen viele noch mit fragmentierten Daten, fehlender Integration und einem erst im Aufbau befindlichen Enterprise-AI-Stack.
- Kultur- und Mitarbeiterdimensionen zeigen, dass ein Growth Mindset und Experimentierfreude vorhanden sind, aber Enablement und Schulung bei weitem noch nicht flächendeckend sind.

Die Studie macht außerdem deutlich, dass Reifegrad direkt mit wirtschaftlichem Erfolg zusammenhängt: Digitale und KI-Maturity wirken als Renditetreiber. Unternehmen mit höherem Reifegrad erzielen einen deutlich größeren Anteil ihrer Erträge aus digitalen und KI-basierten Geschäftsmodellen. Etwa 37 % des Returns auf die getätigten Digital- und KI-Investitionen werden durch Fortschritte im Reifegrad erklärt. Es reicht also nicht, einfach nur zu investieren, entscheidend ist, wie „reif“ diese Investitionen umgesetzt werden.
Für die Praxis heißt das:
Das Maturity Gap ist kein Alarmzeichen, sondern ein Handlungsauftrag.
Wer heute bereits digital gut aufgestellt ist, hat die wichtigsten Hausaufgaben erledigt. Die eigentlichen Fragen lauten nun:
- Wie konsequent bauen wir auf bestehende Daten, Plattformen und Prozesse auf?
- Wo stehen wir in den neun Dimensionen und wo sind unsere größten Lücken?
- Welche wenigen, fokussierten KI-Initiativen helfen uns am schnellsten, das Gap zu schließen und Produktivität messbar zu steigern?
An dieser Stelle setzt der nächste Abschnitt an: mit der Erfolgsformel der Zukunftsmacher und einem klaren Transformationspfad. Beide zeigen auf, wie aus digitaler Reife Schritt für Schritt KI-Reife und letztlich eine AI-infused Company wird.
Die Erfolgsformel der Zukunftsmacher: Fünf Prinzipien für erfolgreiche KI
Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Erfolg mit KI entscheidet sich nicht an der Technologie, sondern an der Architektur, die ihren Einsatz trägt. Wer KI wirksam nutzen will, muss fünf Erfolgsfaktoren zusammendenken – Menschen, Daten, Plattformen, Agilität und Wertfokus.
Für diesen Blog bündeln wir diese Erfolgsformel in vier gut greifbare Prinzipien, die sich durch alle Fallstudien ziehen – vom „Smart Starter“ bis zum „Smart Enterprise“:
- People first – Menschen schaffen Akzeptanz
- Data Excellence – Daten liefern das Fundament
- Agile Scaling – Agilität bringt Breite
- Value Focus – KI dort einsetzen, wo messbarer Nutzen entsteht
- Platform Strategy -Architektur neuer Geschäftsmodelle

Diese fünf Prinzipien bilden den roten Faden für eine KI-Transformation, die nicht im Piloten stecken bleibt, sondern Produktivität, Resilienz und Wachstum messbar steigert.
People first – wie Sie Akzeptanz und Vertrauen in KI schaffen
Die Studie ist eindeutig: Transformation beginnt beim Menschen. Ohne Kompetenzen, Beteiligung und Vertrauen bleibt KI eine Randerscheinung. Zukunftsmacher investieren früh in Enablement, bauen AI Literacy in die Breite und schaffen Raum für Co-Creation.
„People first“ bedeutet in der Praxis:
- KI als Assistent, nicht als Ersatz – Entlastung vor Automatisierung, z. B. Meeting-Notes-Assistenten, Wissens-GPTs oder Prozess-Automatisierung in Sales und Service.
- Schnelle, sichtbare Quick Wins – einfache Helfer, die im Alltag sofort Nutzen stiften, verbreiten sich viral im Unternehmen.
- Beteiligung statt Verordnung – Führung gibt Richtung, Teams gestalten Use Cases mit; das stärkt Vertrauen und reduziert Widerstände.
Für STI bedeutet das: Wir denken KI-Projekte immer gemeinsam mit den Menschen, die später damit arbeiten – mit Fokus auf Akzeptanz, Rollen und Befähigung, nicht nur auf technische Implementierung.
Data Excellence – warum ohne Datenbasis kein KI-Effekt entsteht
Zweites Prinzip: Daten sind das Rückgrat der KI-Ökonomie. Die Studie formuliert es klar: Datenqualität ist keine Fußnote, sondern die Voraussetzung für jede Skalierung.
Zukunftsmacher kennzeichnen:
- Saubere Stammdaten und klare Verantwortlichkeiten – wer für welche Datenqualität zuständig ist, ist eindeutig geregelt.
- Plattformlogik statt Silos – Daten und Systeme werden über Plattformen zusammengeführt, damit KI-Modelle zuverlässig und in Echtzeit arbeiten können.
- Governance und Transparenz – Regeln, Trainings und Richtlinien sorgen für sicheren, verantwortungsvollen Einsatz von KI.
So entsteht, was die Studie als „Daten als Betriebssystem“ bezeichnet: zentrale Plattformen, auf denen hunderte Use Cases aufsetzen können – vom Company GPT bis zur Produktionsoptimierung.
Hier schließt STI an: mit Erfahrung in Data-Architektur, BI/AI-Stacks und Governance, die nötig sind, damit aus einzelnen KI-Tools ein belastbares Fundament für viele Anwendungsfälle wird.
Agile Scaling – vom Leuchtturmprojekt zur breiten Nutzung
Drittes Prinzip: Agile Scaling. Viele Unternehmen haben Leuchtturmprojekte; aber der Wert entsteht erst, wenn erfolgreiche Use Cases in die Breite gehen.
Die Zukunftsmacher setzen dabei konsequent auf:
- MVP-Ansätze – klein starten, Hypothesen testen, Erfahrungen sammeln, dann skalieren. Rund 80 % der Digitalexpertensetzen auf testbare MVPs und konkrete Use Cases.
- Geschwindigkeit mit System – statt jahrelanger Konzeptphasen werden funktionsfähige Prototypen gebaut, iteriert und dann ausgerollt.
- Architektur & Governance als Skalierungsbasis – ohne saubere Datenbasis, Security und klare Zuständigkeiten bleiben MVPs Insellösungen.
Die Studie zeigt: KI ist ein Marathon mit Disziplin. Wer zu lange im Experimentiermodus bleibt, verliert Momentum; wer zu früh „groß baut“, riskiert teure Fehlinvestitionen. Erfolgreich sind die, die Lernen und Skalieren in eine wiederholbare Routine überführen.
STI unterstützt genau in dieser Phase: von der Analyse über Strategieentwicklung bis hin zur Integration in bestehende Prozesse und Systeme.
Value Focus – KI dort einsetzen, wo messbarer Nutzen entsteht
Viertes Prinzip: Value Focus. Die Zukunftsmacher denken nicht technologie-, sondern nutzenorientiert. Die Frage lautet immer: Welchen Beitrag trägt diese KI-Initiative bei zu Effizienz, Kundennutzen oder EBIT?
Ein paar Zahlen aus der Studie versuchen, diese Fragen zu beantworten:
- Rund jeder fünfte Digitalisierungs-Euro fließt heute in KI-Projekte.
- Die befragten Unternehmen erzielen im Schnitt 22 % Produktivitätssteigerung durch KI und erwarten bis 2028 rund 31 % Wertbeitrag.
- Etwa 37 % des Investment-Ertrags entstehen durch Fortschritte in der digitalen und KI-Maturity. Es kommt also nicht nur darauf an, wie viel, sondern wie zielgerichtet investiert wird.
Value Focus bedeutet:
- Priorisierung statt Gießkanne – lieber wenige, klar begründete Leuchtturmprojekte mit messbarem Impact als viele verstreute Experimente.
- Klar definierte KPIs – z. B. Produktivität je FTE, Durchlaufzeiten, CLV, Conversion Rates, Ausschussquoten.
- Nur, was Nutzen stiftet, wird skaliert – alles andere bleibt bewusst im Testmodus oder wird beendet.
Für die STI Consulting ist dies der Kern der Arbeit: Business Cases, KPI-Design und Steuerung, damit KI-Initiativen nicht als „Tech-Spielerei“ wahrgenommen werden, sondern als nachweisbare Treiber für Produktivität und Wachstum.
Platform Strategy – warum Plattformen die Architektur neuer Geschäftsmodelle sind
Während People first, Data Excellence, Agile Scaling und Value Focus vor allem darauf zielen, heutige Wertschöpfung mit KI besser zu machen, öffnet die Platform Strategy den Blick nach vorn:
Wie können wir KI nutzen, um ganz neue Angebote, Services und Geschäftsmodelle zu ermöglichen?
Im Kern geht es darum, Plattformen statt isolierter Lösungen zu denken – sowohl technisch als auch geschäftlich.
- Technische Plattform: AI- & Data-Backbone, statt Insellösungen
Statt für jeden Use Case eine eigene Lösung zu bauen, setzen Zukunftsmacher auf eine gemeinsame AI- und Datenplattform, z. B.:- zentrale Daten- und Feature-Plattform (Single Source of Truth),
- gemeinsame Services wie Authentifizierung, Logging, Monitoring, Prompt- und Modell-Management,
- ein „AI-Baukasten“, auf den Fachbereiche immer wieder zurückgreifen können.
So wird KI von der Einzellösung zum wiederverwendbaren Infrastrukturbaustein. Die Voraussetzung, um später Dutzende von Use Cases schnell und konsistent aufzusetzen.
- Business-Plattform: Ökosystem statt Einbahnstraße zum Kunden
Platform Strategy heißt auch: über das eigene Unternehmen hinaus denken.- Produkte werden um datenbasierte Services ergänzt (z. B. Monitoring-, Analyse-, Beratungsservices).
- Partner, Kunden oder Lieferanten können über APIs oder Portale auf bestimmte Funktionen und Daten zugreifen.
- Es entstehen Ökosysteme, in denen mehrere Akteure gemeinsam Wert schaffen und das Unternehmen die Rolle des „Orchestrators“ oder Plattformeigners einnimmt.
So verschiebt sich die Frage von „Welche Produkte verkaufen wir?“ hin zu
„Welche Fähigkeiten stellen wir als Plattform bereit und wer kann darauf aufbauen?“ - Governance & Monetarisierung: Regeln und Erlösmodelle mitdenken
Platform Strategy funktioniert nur, wenn früh geklärt ist:- Wer darf was auf der Plattform tun (Rollen, Rechte, Zugänge)?
- Welche Daten dürfen wie genutzt und geteilt werden (Datenschutz, IP, Compliance)?
- Wie werden Plattformleistungen bepreist (Subscription, Pay-per-Use, Revenue Share etc.)?
Gerade im Mittelstand ist hier viel Potenzial: Viele Unternehmen sitzen auf einzigartigen Daten, Prozessen und Domänen-Know-how – mit KI und Plattformlogik lassen sich daraus skalierbare Services und neue Umsatzquellen formen.
STI kann hier zweifach unterstützen:
- Architektur-Sparring: Wie muss eine AI-/Data-Plattform aussehen, die heute Quick Wins ermöglicht und morgen neue Geschäftsmodelle trägt?
- Geschäftsmodell-Entwicklung: Welche Fähigkeiten Ihres Unternehmens eignen sich für Plattformangebote und wie lassen sich diese in konkrete Services, APIs und Ökosystem-Rollen übersetzen?
Damit wird Platform Strategy zum verbindenden fünften Element der Erfolgsformel:
Sie sorgt dafür, dass aus effizienteren Prozessen (NOW) und skalierten Use Cases (NEW) langfristig neue, AI-infused Geschäftsmodelle (NEXT) entstehen, statt dass KI nur „unter der Haube“ bleibt.
Mit diesen fünf Prinzipien (People first, Data Excellence, Agile Scaling, Value Focus und Platform Strategy) wird klar, worauf es beim erfolgreichen Einsatz von KI im Mittelstand ankommt. Was sie noch nicht beantworten: Wo fängt man konkret an, wie strukturiert man die nächsten Schritte und wie sieht ein realistischer Fahrplan von den ersten Quick Wins bis zu neuen Geschäftsmodellen aus?
Genau darum geht es im zweiten Teil dieser Reihe: Wir übersetzen die Erfolgsformel der Zukunftsmacher in ein praktisches Transformationsmodell mit den drei Horizonten NOW, NEW, NEXT, zeigen konkrete Use Cases in Front-, Middle- und Back Office und leiten daraus einen 5-Stufen-Fahrplan in Richtung „AI-infused Company“ ab.
Von der Erkenntnis zur Umsetzung: Ihr Weg zur AI-infused Company mit STI
Die Zukunftsmacher-Studie beantwortet die Frage, was erfolgreiche Unternehmen mit KI anders machen. Die eigentliche Kunst beginnt aber dort, wo viele Mittelständler heute stehen:
„Wir verstehen die Erkenntnisse, aber wie setzen wir das jetzt konkret bei uns um?“
Damit der Weg nicht in einem Sammelsurium aus Einzelprojekten endet, braucht es einen klaren Fahrplan. Im Kern geht es um fünf Schritte, die immer wiederkehrend funktionieren, unabhängig von Branche oder Ausgangslage.
Schritt 1: Diagnose & Zielbild – Wo stehen Sie heute wirklich?
Am Anfang steht kein Tool, sondern ein ehrlicher Blick auf den Status quo:
- Wie ist unser digitaler und KI-Reifegrad in den relevanten Dimensionen (Strategie, Führung, Prozesse, Daten, Kultur, Mitarbeitende)?
- Wo nutzen wir KI heute schon bewusst oder „nebenbei“ (z. B. Copilot, ChatGPT, Automatisierungen)?
- Welche Schmerzpunkte spüren wir im Tagesgeschäft (Fachkräftemangel, langsame Prozesse, Informationsflut, Margendruck)?
Ziel dieses Schritts:
- ein strukturiertes Reifegradbild (digital & KI),
- 3–5 priorisierte Handlungsfelder,
- und ein Zielbild, wie KI unser Geschäft in 2–3 Jahren sinnvoll verstärken soll (kein Buzzword-Poster, sondern ein pragmatisches Bild: „Wofür soll KI bei uns stehen?“).
Wie STI unterstützt:
In kompakten AI-Readiness-Workshops und Assessments erfassen wir Ihren Status, gleichen ihn mit den Zukunftsmacher-Erkenntnissen ab und formulieren gemeinsam ein realistisches Zielbild. Aus dem Zielbild geben wir Handlungsempfehlungen und leiten Roadmaps ab, anhand derer wir Sie bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen begleiten.
Schritt 2: Use-Case-Portfolio & Business Case – Was lohnt sich wirklich?
Statt mit Technologie zu starten, beginnen Zukunftsmacher mit der Frage:
„Wo verlieren wir heute Zeit, Geld oder Kundenzufriedenheit – und wo kann KI das verändern?“
Konkret heißt das:
- Probleme sammeln, nicht gleich Use Cases:
z. B. „Unsere Angebote dauern zu lange“, „Wir kommen im Service nicht hinterher“, „Planung ist zu reaktiv“, „Wissen steckt in Köpfen“. - Diese Probleme dann in Use Cases übersetzen:
- Welche Nutzer profitieren?
- Welcher Prozess wird wie verändert?
- Welcher Beitrag zu Produktivität, Umsatz, Risiko, Kundenerlebnis?
- Bewertung nach Impact & Machbarkeit – und zwar nicht „aus dem Bauch“, sondern mit einfachen Scorings (Business Impact, Datenlage, Komplexität, Abhängigkeiten).
- Aufbau eines Use-Case-Portfolios, das klare Kategorien hat:
- Quick Wins (NOW, 3–6 Monate)
- Skalierungskandidaten (NEW)
- Zukunftsoptionen / Experimente (NEXT)
Wie STI unterstützt:
In einem Use-Case-Sprint identifizieren wir gemeinsam mit Ihren Fachbereichen die wichtigsten Anwendungsfälle, bewerten sie und priorisieren sie zu einem klaren Portfolio mit Business Case – die Basis für Budgetentscheidungen und Roadmap.
Schritt 3: MVP-Design & Pilotierung – Schnell ins Tun kommen (Horizont NOW)
Die Studie zeigt: Erfolgreiche Unternehmen verlieren sich nicht in Konzepten, sondern kommen schnell in die Umsetzung – mit klar begrenzten MVPs (Minimum Viable Products).In der Praxis bedeutet das:
- Für 2–3 priorisierte Use Cases wird ein konkretes MVP definiert:
- Welche Funktionen müssen in der ersten Version unbedingt drin sein?
- Wer testet das MVP, in welchem Bereich, mit welchen Daten?
- Es werden klare KPIs festgelegt:
- z. B. eingesparte Stunden, reduzierte Bearbeitungszeit, verbesserte Conversion, weniger Fehler.
- Es gibt ein zeitlich klar begrenztes Pilotfenster (3–6 Monate):
- mit definierten Meilensteinen,
- regelmäßigen Feedback-Schleifen mit den Nutzern,
- und einer Entscheidung am Ende: skalieren, anpassen oder stoppen.
Wichtig: In diesem Schritt geht es nicht darum, „perfekt“ zu sein, sondern schnell zu lernen:
- Was funktioniert technisch?
- Wo hakt es in Prozessen oder Akzeptanz?
- Welche Anpassungen sind notwendig, bevor wir in die Breite gehen?
Wie STI unterstützt:
Wir helfen bei MVP-Design, Projektsteuerung und Pilotierung. Von der Anbindung an bestehende Systeme über das Testing bis zur Auswertung. Auf Wunsch gemeinsam mit Technologiepartnern und Ihren internen IT-/Data-Teams.
Schritt 4: Skalierung & Data Excellence – Die Basis für Breitenwirkung (Horizont NEW)
Ist der Nutzen eines Use Cases belegt, beginnt der Bereich, in dem viele Unternehmen scheitern: Skalierung.
Jetzt geht es um Fragen wie:
- Wie bringen wir diesen Use Case von einem Land/Markt/Bereich in weitere?
- Welche Daten, Schnittstellen und Systeme müssen wir stabil anbinden?
- Welche Rollen, Prozesse und Governance-Regeln brauchen wir für den Betrieb?
Parallel wird daran gearbeitet, aus einzelnen Lösungen eine AI-Plattform-Logik zu entwickeln:
- gemeinsame Datenbasis, statt Insellösungen,
- zentrale Komponenten für Login, Rechte, Monitoring, Logging,
- wiederverwendbare Bausteine (z. B. Prompt-Bibliotheken, Modell-Baupläne, Templates).
Dieser Schritt ist der Kern von Data Excellence:
- Datenqualität und -verfügbarkeit werden gezielt verbessert,
- Verantwortlichkeiten („Data Ownership“) werden klar geregelt,
- Security, Compliance und Dokumentation werden verbindlicher Standard.
Wie STI unterstützt:
- Design von AI-/Data-Architekturen & Roadmaps (gemeinsam mit Ihrer IT),
- Aufbau von Governance-Strukturen (Rollen, Richtlinien, Prozesse),
- Projekt-Management für die Skalierung mehrerer Use Cases parallel.
Schritt 5: AI-infused Geschäftsmodelle – Perspektiven für NEXT
Wenn NOW und NEW greifen, entsteht Raum für die Frage:
„Welche Produkte, Services oder Geschäftsmodelle wären mit KI überhaupt erst möglich?“
Hier bewegen wir uns im NEXT-Horizont:
- AI-infused Services, z. B.:
- dynamische Wartungs- und Serviceangebote,
- datengestützte Beratungsleistungen,
- smarte Zusatzservices rund um Ihr Kernprodukt.
- Neue Erlösmodelle:
- Pay-per-Use, Performance-basierte Modelle,
- abonnementbasierte Services, die ohne KI-gestützte Prognose kaum effizient wären.
- Ökosystem-Ansätze:
- gemeinsame Daten- und Serviceplattformen mit Partnern, Kunden oder Lieferanten,
- Integration in bestehende Plattformen Ihrer Branche.
Hier geht es weniger um schnelle Effizienzgewinne, sondern um strategische Positionierung: Welche Rolle will Ihr Unternehmen in einer Wirtschaft spielen, in der KI verlässlich, reguliert und breit verfügbar ist?
Wie STI unterstützt:
- Strategische Workshops zur Entwicklung von Zukunftsbildern,
- Übersetzung dieser Bilder in konkrete Pilotprojekte mit Skalierungsoptionen
- Unterstützung beim Aufbau von Partnerschaften und Ökosystemen.
Am Ende dieser fünf Schritte steht kein „fertiges“ Unternehmen, sondern etwas Wertvolleres: eine Organisation, die gelernt hat, KI wiederholbar zu nutzen –
von der Idee über den Pilot bis zur Skalierung und zum neuen Geschäftsmodell.
Zukunftsmacher-Sparring mit STI anfragen
Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, stehen Sie vermutlich an einem dieser Punkte:
- Sie sehen das Potenzial von KI, aber es fehlt ein klarer Einstieg.
- Es gibt bereits einzelne Projekte, aber Ihnen fehlt die Linie, wie daraus ein Programm wird.
- Sie möchten die Erkenntnisse der Zukunftsmacher-Studie nutzen, um Produktivität, Resilienz und Wachstumgezielt zu steigern, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen.
Genau dafür haben wir bei STI drei Einstiegsformate entwickelt, die sich an der Logik der Studie orientieren:
- Zukunftsmacher-Sparring (30–60 Minuten remote)
- Fokus: Ihre aktuelle Situation, Ihre Fragen, Ihre Ideen.
- Ziel: Klarheit, wo sich ein Einstieg mit dem größten Hebel lohnt (NOW / NEW / NEXT).
- Ergebnis: ein kompaktes Sparrings-Protokoll mit 2–3 konkreten nächsten Schritten.
- AI Readiness Check „Zukunftsmacher“
- Fokus: Standortbestimmung entlang der relevanten Dimensionen (Strategie, Führung, Prozesse, Daten, Kultur, Mitarbeiter).
- Ziel: ein verständliches Reifegradbild (digital & KI) und identifizierte Handlungsfelder.
- Ergebnis: eine kurze Management-Zusammenfassung inkl. Priorisierung der nächsten Initiativen.
- Use-Case-Sprint auf Basis der Zukunftsmacher-Erkenntnisse
- Fokus: systematische Identifikation und Bewertung von KI-Use-Cases in Ihren Geschäftsbereichen.
- Ziel: ein priorisiertes Use-Case-Portfolio mit Business Impact & Machbarkeit.
- Ergebnis: Entscheidungsgrundlage für Budget und Roadmap – inklusive erster Shortlist für MVPs.
- Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Und gerne stehen wir für Diskussionen oder Fragen zur Verfügung.
FAQ – Häufige Fragen zur Zukunftsmacher-Studie und KI im Mittelstand
Frage 1: Was ist die Zukunftsmacher-Studie eigentlich genau?
Die Zukunftsmacher-Studie ist die fünfte Ausgabe der Reihe „Digitale Vorreiter im Mittelstand“. Sie basiert auf Tiefeninterviews mit Entscheidern aus Familienunternehmen, Hidden Champions und Mittelständlern und untersucht, wie KI Effizienz, Leistungsfähigkeit und Wachstum steigern kann und was die Vorreiter konkret anders machen.
Frage 2: An wen richtet sich die Studie und dieser Blog?
Adressaten sind vor allem Geschäftsführung, C-Level, Bereichsleiter und Verantwortliche für Digitalisierung/IT/Data & AI in mittelständigen Unternehmen. Der Blog übersetzt die Studienerkenntnisse so, dass Sie daraus konkrete Schritte für Ihr eigenes Unternehmen ableiten können.
Frage 3: Was versteht die Studie unter einer „AI-infused Company“?
Eine AI-infused Company ist kein Unternehmen, das „alles automatisiert“, sondern eines, in dem KI strukturell in Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle eingebettet ist. KI unterstützt Routinen, Entscheidungen und Services – Menschen bleiben im Zentrum, aber sie arbeiten mit ganz anderen Hebeln.
Frage 4: Welche Produktivitätsgewinne sind realistisch?
Die in der Studie befragten Unternehmen berichten im Schnitt von deutlich zweistelligen Produktivitätsgewinnen, in manchen Bereichen bis zu 20–30 % und mehr – insbesondere dort, wo KI repetitives Wissen, Dokumentation und Routinetätigkeiten übernimmt und Mitarbeitende sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren können.
Frage 5: Wo sollte ein mittelständiges Unternehmen mit KI starten?
Nicht mit dem „coolsten“ Use Case, sondern dort, wo Schmerz und Hebel am größten sind:
- klare Probleme im Tagesgeschäft (Zeitfresser, Engpässe, Fehlerquellen),
- vorhandene Datenbasis,
- und hohe Nutzerakzeptanz, weil der Nutzen offensichtlich ist.
Typische Einstiege sind z. B. Wissensassistenz, Protokollerstellung, Vertriebs- und Serviceunterstützung. Von dort aus lässt sich die KI-Nutzung schrittweise erweitern.
Frage 6: Wie kann STI uns konkret unterstützen?
STI verbindet KI- und Datenkompetenz mit Projekt- und Transformations-Erfahrung im Mittelstand. Konkret unterstützen wir:
- bei Diagnose & Zielbild (AI Readiness Check),
- beim Aufbau eines Use-Case-Portfolios mit Business Case,
- bei MVPs und Pilotprojekten im „NOW“-Horizont,
- bei Skalierung & Data Excellence (Architektur, Governance),
- und beim Design neuer, AI-infused Services und Geschäftsmodelle.